Werbehinweis: Diese Seite enthält Affiliate-Links (*). Bei einem Kauf über einen solchen Link erhalten wir ggf. eine Provision.

Startseite Ratgeber Kopfkissen-Füllungen
Material · Kaufberatung

Kopfkissen-Füllungen im Vergleich: Viscoschaum, Daunen, Latex und Co.

Welche Füllung ein Kopfkissen hat, entscheidet über drei Dinge: wie es stützt, wie warm es wird und ob es sich waschen lässt. Wir stellen die gängigen Füllungen nebeneinander — mit dem, was jede kann, und dem, was sie kostet. Nicht im Preis, sondern im Kompromiss.

✍️ Redaktion Kopfkissen Ratgeber ⏱ Lesezeit: 9 Min
Verschiedene Kopfkissen-Füllungen nebeneinander: Schaumflocken, Daunen, Faserkugeln und Dinkelspelzen

📌 Das Wichtigste in Kürze

  • Schaumkerne (Viscoschaum, Gelschaum, Kaltschaum) und Latex geben die Form vor und halten die Höhe unter Last.
  • Schüttfüllungen (Daunen, Federn, Mikrofaser, Dinkelspelzen) nehmen die Form an und lassen sich oft in der Menge anpassen.
  • Wärmerückhalt ist der bekannteste Nachteil von Viscoschaum — eine ausführliche Rezension zu einem Modell aus unserem Vergleich beschreibt „zu warm im Sommer" als deutlichen Wärmestau.
  • Vollständig waschbar sind meist nur Faserkissen; bei Schaum und Latex geht in der Regel nur der Bezug in die Maschine.
  • Die Füllung ist die zweite Frage. Die erste ist die Höhe, und die richtet sich nach der Schlafposition.

Was die Füllung überhaupt entscheidet

Drei Eigenschaften hängen unmittelbar an der Füllung, und sie lassen sich nicht getrennt bestellen.

Stützkraft und Rückstellverhalten. Ein zusammenhängender Kern kann nicht ausweichen und hält seine Höhe auch unter dem Kopfgewicht. Lose Füllungen weichen zur Seite aus; wie stark, hängt an der Füllmenge und daran, ob Kammern sie an Ort und Stelle halten. Für Seitenschläfer ist das der wichtigste Punkt, weil sie die größte Lücke zu füllen haben.

Wärmerückhalt und Atmungsaktivität. Je dichter ein Material ist, desto weniger Luft bewegt sich darin und desto mehr Körperwärme bleibt unter dem Kopf. Geschlossenzellige Schäume liegen hier am ungünstigsten, offene Schüttfüllungen am günstigsten.

Pflege. Ob ein Kissen in die Waschmaschine darf, ist keine Frage des Preises, sondern des Materials. Für Menschen mit Hausstauballergie ist das der ausschlaggebende Punkt, weil Hausstaubmilben eine regelmäßige Wäsche bei 60 °C schlecht überstehen.

Viscoschaum: formstabil, aber warm

Viscoschaum — häufig unter englischen Handelsnamen verkauft, die wir hier nicht übernehmen — reagiert auf Körperwärme und Gewicht. Er gibt unter dem Kopf langsam nach und stützt dadurch gleichmäßig über die ganze Auflagefläche. Deshalb sitzt er in fast jedem ergonomischen Nackenstützkissen: Nur ein Material, das seine Form hält, kann eine Nackenwelle formen.

Der Preis dafür ist Wärme. Viscoschaum ist dicht, und die Luft darin bewegt sich kaum. Eine ausführliche Rezension zu einem Viscoschaumkissen aus unserem Vergleich beschreibt einen deutlichen Wärmestau — und zwar bei einem Kissen, das mit einer kühlenden Seite beworben wird: Die fühlte sich demnach nur kurz kühl an. Zweiter Punkt: Das Material wirkt bei kühler Raumtemperatur deutlich fester als bei warmer. Wer im ungeheizten Schlafzimmer bei niedrigen Temperaturen schläft, bekommt ein spürbar härteres Kissen als im Sommer.

Dritter Punkt: die Eingewöhnung. Ein Viscoschaumkissen fühlt sich in den ersten Nächten fest und ungewohnt an; die Hersteller schreiben das selbst dazu. Wer nach zwei Nächten zurückschickt, hat es nicht gegeben, was es braucht — wer nach zwei Wochen zurückschickt, hat sein Urteil.

Gelschaum: die kühlere Verwandtschaft

Gelschaum ist Viscoschaum, dem Gelanteile beigemischt sind. Er verhält sich ähnlich, gibt aber schneller nach und reagiert weniger stark auf die Raumtemperatur. Vor allem leitet er Wärme etwas besser ab — das ist der Grund, warum es die Bauart überhaupt gibt.

„Etwas besser" heißt allerdings nicht kühl. Ein Gelschaumkissen bleibt ein Schaumkissen, und wer nachts stark schwitzt, wird auch hier Wärme unter dem Kopf spüren. Ein Bezug aus Bambusviskose oder Baumwolle hilft mehr als die Werbeaussage zum Kern, weil er die Feuchtigkeit aufnimmt und sich waschen lässt.

Kaltschaum: punktelastisch und meist waschbar

Kaltschaum ist der dritte Schaum im Bunde und der luftigste. Er hat eine offenporige Struktur, reagiert nicht auf Körperwärme und stellt sich sofort zurück, statt langsam nachzugeben. Wer das langsame Einsinken von Viscoschaum als unangenehm empfindet, findet damit grundsätzlich eine Alternative — in unserem Vergleich führen wir aktuell allerdings kein Kaltschaumkissen, entsprechend gibt es dazu auch keinen Filter auf der Vergleichsseite.

Der Unterschied zu Viscoschaum in einem Satz: Viscoschaum passt sich an und bleibt dort, Kaltschaum federt zurück. Kaltschaumkerne sind zudem häufiger waschbar, weil sie weniger Feuchtigkeit einlagern — die Herstellerangabe entscheidet aber im Einzelfall. Als Anhaltspunkt für die Formstabilität dient das Raumgewicht (RG), also die Dichte des Schaums in Kilogramm je Kubikmeter; RG 50 gilt bei Kaltschaum als solider Wert.

Latex und Naturlatex: hohe Stützkraft, hohes Gewicht

Latexkerne sind punktelastisch, sehr formstabil und langlebig. Sie geben nur dort nach, wo Druck anliegt, und stellen sich unmittelbar zurück. Für Seitenschläfer mit breiten Schultern ist das eine der zuverlässigsten Bauarten, und viele Latexkissen haben eine herausnehmbare Einlegeplatte, mit der sich die Höhe um einige Zentimeter verstellen lässt.

Zu bedenken sind drei Dinge. Latexkissen sind schwer — das merkt man beim Beziehen. Sie haben anfangs einen deutlichen Eigengeruch, der sich nach einigen Tagen Auslüften legt. Und die Bezeichnung ist unscharf: „Latex" kann Naturlatex, synthetischen Latex oder eine Mischung meinen. Wer Wert auf Naturlatex legt, sollte den Anteil in der Produktbeschreibung suchen; steht er nicht da, ist es vermutlich eine Mischung.

Daunen, Federn und Daunen-Feder-Gemisch: weich, warm, pflegeintensiv

Daunen sind das weichste, was in ein Kopfkissen kommt. Als offene Schüttfüllung lassen sie Luft gut zirkulieren — das Daunen-Feder-Kissen unseres Vergleichs erreicht bei Atmungsaktivität einen der besten Werte im Feld. Reine Daunenkissen sind sehr leicht und geben fast vollständig nach — angenehm für Rückenschläfer, meist zu wenig Stütze für die Seitenlage. Ein Daunen-Feder-Gemisch ist der übliche Kompromiss: Federn geben Halt, Daunen die Weichheit, und der Federanteil bestimmt, wie fest das Kissen ausfällt.

Die Bauform ist hier so wichtig wie die Füllung. Ein Kissen mit einer einzigen Kammer lässt die Füllung wandern; unter dem Kopf bleibt dann wenig übrig. Drei-Kammer-Kissen halten einen festeren Kern zwischen zwei weichen Lagen und stützen dadurch spürbar besser. Daunenkissen müssen außerdem regelmäßig aufgeschüttelt werden — täglich, nicht wöchentlich —, sonst verfilzt die Füllung.

Eine reine Federfüllung ist das andere Ende derselben Familie: Federn haben einen Kiel, verkanten sich und stützen deshalb fester als Daunen — das Federkissen unseres Vergleichs wird in den Rezensionen als fest und wenig einsinkend beschrieben. Der Preis dafür steht in derselben Quelle: Die Kiele können durch den Bezug stechen, und zur Dichte des Bezugstoffs macht der Hersteller keine Angabe. Federn sind außerdem schwerer als Daunen — das Kissen unseres Vergleichs bringt 1.700 g Füllung auf 80 × 80 cm.

Zum Thema Allergie: Nicht die Daune selbst ist das Problem, sondern was sich in einem selten gewaschenen Kissen ansammelt. Viele Daunenkissen tragen ein Nomite-Siegel und lassen sich bei 60 °C waschen; damit sind sie auch für Hausstauballergiker eine Möglichkeit. Trocknen ist dann allerdings Arbeit — ein durchnässtes Daunenkissen braucht den Trockner und mehrere Durchgänge.

Mikrofaser und Polyesterhohlfaser: oft waschbar und günstig

Faserfüllungen sind der Standard im unteren und mittleren Preisbereich, und für viele Ansprüche reichen sie aus. Sie sind leicht, und viele Modelle lassen sich als Ganzes waschen — häufig bei 60 °C, manche bei 95 °C —, andere geben laut Hersteller nur den Bezug frei. Bei Hausstauballergie ist die vollständige Waschbarkeit der entscheidende Vorteil; das Etikett am Kissen sagt, ob sie zutrifft.

Der Unterschied liegt im Fasertyp: Polyesterhohlfaser hat einen luftgefüllten Kern und bauscht dadurch stärker auf, Mikrofaser besteht aus feineren, massiven Fasern. Beide gibt es lose oder in Form kleiner Faserkugeln, und beide finden sich auch mit Reißverschluss, durch den sich Füllung entnehmen oder ergänzen lässt — ob ein Modell das bietet, ist eine Frage der Bauform, nicht der Fasersorte. Manche Hersteller schicken auf Anfrage Füllmaterial nach.

Die Schwäche ist die Formstabilität über die Zeit. Faserfüllungen verdichten sich, bilden Klumpen und müssen regelmäßig aufgeschüttelt werden. Ein Faserkissen, das nach zwei Jahren flach und hart geworden ist, ist kein Mangel, sondern der übliche Verlauf — dafür kostet der Ersatz wenig.

Naturfüllungen: Dinkelspelzen, Hirseschalen, Kapok

Dinkelspelzen sind die bekannteste Naturfüllung. Sie fließen unter dem Kopf und passen sich dadurch fortlaufend an, verkanten sich aber untereinander und stützen deshalb fester als jede andere Schüttfüllung. Wer bisher auf weichen Kissen geschlafen hat, empfindet das anfangs als hart.

Drei Eigenschaften sollte man kennen, bevor man kauft: Dinkelkissen sind schwer (deutlich über ein Kilogramm), sie rascheln bei jeder Bewegung, und die Füllung selbst lässt sich nicht waschen. Zur Pflege wird der Bezug gewaschen und die Füllung ausgelüftet. Dafür ist der Wärmerückhalt der geringste im Feld — Luft zwischen den Spelzen leitet Wärme kaum.

Hirseschalen verhalten sich ähnlich, sind feiner und leiser. Kapok ist das Gegenteil: eine sehr leichte Pflanzenfaser, weich wie Daune, aber nicht waschbar.

Wärmerückhalt: warum Schaumkissen nachts warm werden

Diese Frage steht so oft im Raum, dass sie einen eigenen Abschnitt verdient. Ein Kopfkissen, das kühlt, gibt es nicht — es gibt nur Kissen, die Wärme schlechter speichern und Feuchtigkeit besser abgeben.

Unter dem Kopf entsteht dauerhaft Wärme, und sie muss irgendwohin. In einer offenen Schüttfüllung wandert sie mit der Luft, die sich bei jeder Bewegung austauscht. In einem dichten Schaumblock bleibt sie, wo sie ist. Belüftungskanäle und Gelanteile verbessern das, sie kehren es aber nicht um. Eine ausführliche Rezension zu einem Kissen mit ausdrücklich beworbener „kühlender Seite" aus unserem Vergleich berichtet trotzdem von Wärmestau.

Was tatsächlich hilft: ein Bezug aus Baumwolle, Leinen oder Bambusviskose statt aus Polyester, ein Kissen mit offener Füllung, und im Zweifel die Bettwäsche wechseln statt des Kissens. Wer nachts stark schwitzt, sollte bei Viscoschaum ohnehin zurückhaltend sein.

Lohnt sich ein Nackenstützkissen?

Ein Nackenstützkissen gibt die Form vor: eine erhöhte Welle für den Nacken, eine Mulde für den Hinterkopf, häufig zwei unterschiedlich hohe Seiten für Rücken- und Seitenlage. Das ist sinnvoll, wenn Ihre Maße zu der vorgegebenen Höhe passen — und nutzlos, wenn nicht, denn eine vorgegebene Kontur lässt sich nicht aufschütteln.

Deshalb die nüchterne Antwort: Ein Nackenstützkissen lohnt sich, wenn Sie Ihre passende Höhe kennen und ein Modell finden, das sie trifft. Wenn Sie sie nicht kennen, ist ein Kissen mit entnehmbarer Füllung die bessere erste Wahl — Sie können damit ausprobieren, statt zu raten. Und wer sich nachts viel dreht, kommt mit einer festen Kontur oft schlechter zurecht als mit einer anpassbaren Füllung.

Die Füllungen in der Übersicht

FüllungStützkraftWärmerückhaltWaschbarkeitPasst zu
Viscoschaumhochhochnur der BezugSeiten- und Rückenschläfer, die feste Stütze wollen
Gelschaumhochmittel bis hochnur der Bezugwie Viscoschaum, etwas wärmeunempfindlicher
Kaltschaumhochmittelje nach Modell auch der Kernwer schnelle Rückstellung statt Einsinken möchte
Latexhochmittelnur der BezugSeitenschläfer mit breiten Schultern
Daunen-Feder-Gemischgering bis mittelgeringoft ganz, meist bei 60 °CRückenschläfer, die weich liegen wollen
Federnmittel bis hochgeringoft ganz, meist bei 60 °Cwer fest liegen und heiß waschen möchte
Mikrofasermittel, anpassbargering bis mittelmodellabhängig, teils ganz bis 60 °CAllergiker, unentschlossene Käufer, kleines Budget
Polyesterhohlfasergering bis mittelgering bis mittelmodellabhängigkleines Budget, teils anpassbare Füllmenge
Dinkelspelzenhoch, festsehr geringnur der Bezugwer fest liegen möchte und Gewicht nicht stört

Ein Kissen je Füllung aus unserem Vergleich

Zu jeder Füllung, die unser Vergleich führt, steht hier das am besten bewertete Modell; führt eine Füllung mehrere Kissen, sehen Sie hier nur die Spitze. Die vollständige Liste samt Filter finden Sie auf der Vergleichsseite.

TEMPUR Original Schlafkissen, Liegefühl fest, M (50 x 31 x 10/7 cm) Empfehlung
VISCOSCHAUM

TEMPUR Original Schlafkissen, Liegefühl fest, M (50 x 31 x 10/7 cm)

BEWERTUNG 1,5

TEMPUR-Nackenstützkissen mit bester Bewertung bei Stützkraft und Verarbeitung im Vergleich; laut Rezensionen kleiner als angegeben und mit Eingewöhnungszeit.

Siebenschläfer Nackenstützkissen aus Visko-Gelschaum, 70 x 36 cm, Höhe 13 cm
GELSCHAUM

Siebenschläfer Nackenstützkissen aus Visko-Gelschaum, 70 x 36 cm, Höhe 13 cm

BEWERTUNG 1,9

Nackenstützkissen aus Viscoschaum mit Gelanteil und Bambusbezug; laut Rezensionen unterschiedlich stabil in Seitenlage, aber gutes Rückstellverhalten.

billerbeck Kopfkissen S20 Latex, Nackenkissen 40 x 80 cm
LATEX

billerbeck Kopfkissen S20 Latex, Nackenkissen 40 x 80 cm

BEWERTUNG 1,8

Latex-Nackenstützkissen mit höhenverstellbarer Einlegeplatte, dessen Härtegrad laut Rezensionen von zu weich bis zu hart reicht.

KNERST Daunenkissen 80x80, 3-Kammer, Made in Germany
DAUNEN-FEDER-GEMISCH

KNERST Daunenkissen 80x80, 3-Kammer, Made in Germany

BEWERTUNG 2,0

3-Kammer-Daunenkissen mit hochwertiger Verarbeitung, dessen Füllhöhe in den Rezensionen widersprüchlich beurteilt wird — von zu flach bis zu dick.

KNERST Federkissen 80x80, 100 % Federfüllung, Made in Germany
FEDERN

KNERST Federkissen 80x80, 100 % Federfüllung, Made in Germany

BEWERTUNG 1,9

Festes Federkissen in 80 × 80 cm für Wechselschläfer, laut Hersteller komplett bei 60 °C waschbar; in den Rezensionen fest gelobt, die Kiele kritisiert.

PROCAVE Dinkelkissen 40x80cm, Made in Germany
DINKELSPELZEN

PROCAVE Dinkelkissen 40x80cm, Made in Germany

BEWERTUNG 1,7

Einziges Naturfüllungs-Kissen im Vergleich: Dinkelspelz mit fließfähiger Anpassung, dafür schwerer und mit spürbarer Eingewöhnungszeit.

BedStory Kopfkissen 40x80, 2er Set, höhenverstellbar
MIKROFASER

BedStory Kopfkissen 40x80, 2er Set, höhenverstellbar

BEWERTUNG 2,1

Höhenverstellbares 2er-Set mit Mikrofaserfüllung und Öko-Tex-Zertifizierung; laut einer Rezension bildet die Füllung nach einiger Zeit Klumpen.

sleepling Kopfkissen 40x80 cm, Allergiker Kissen, Komfort 100
POLYESTERHOHLFASER

sleepling Kopfkissen 40x80 cm, Allergiker Kissen, Komfort 100

BEWERTUNG 1,9

Kissen aus Polyesterhohlfaser mit anpassbarer HCS-Faserfüllung und Nachfüllservice, in den Rezensionen vor allem für Seitenschläfer gelobt.

Füllung bei Hausstauballergie

Ausschlaggebend ist nicht das Material, sondern die Waschbarkeit. Hausstaubmilben leben von Hautschuppen, und die sammeln sich in jedem Kissen — im Faserkissen so gut wie im Daunenkissen. Was hilft, ist regelmäßiges Waschen bei mindestens 60 °C, und das können nur Kissen, deren Kern in die Maschine darf.

Praktisch heißt das: Faserfüllungen sind die naheliegende Wahl, gewaschene Daunenkissen mit entsprechender Herstellerfreigabe die zweite. Schaum- und Latexkerne scheiden aus, lassen sich aber mit einem milbendichten Encasing kombinieren — einem eng gewebten Zwischenbezug, der selbst gewaschen wird. Wie oft gewaschen werden sollte und was dabei schiefgeht, steht im Ratgeber Kopfkissen waschen.

Fazit

Es gibt keine beste Füllung, sondern nur eine, die zu Ihren drei Prioritäten passt: Stütze, Klima, Pflege. Wer feste Stütze braucht und Wärme verträgt, nimmt Schaum oder Latex. Wer waschen können muss, nimmt Faser. Wer weich liegen will, nimmt Daunen mit Kammern. Und wer unsicher ist, nimmt ein Kissen mit entnehmbarer Füllung — neben Schaumkissen mit herausnehmbarer Einlegeplatte ist das eine von zwei Bauarten, die einen Irrtum bei der Höhe noch korrigieren lassen.